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Verlauf

Fragen & Antworten zur Luftverschmutzung

Der Straßenverkehr verursacht mehrere Schadstoffe, die Umwelt und Gesundheit belasten. Zu den wichtigsten gehören:

  • Stickoxide (NOₓ): Vor allem aus Dieselabgasen. Reizen die Atemwege und fördern Smog.

  • Feinstaub (PM10, PM2.5): Entsteht durch Auspuff, Reifen- und Bremsabrieb. Gelangt tief in die Lunge.

  • Kohlenmonoxid (CO): Ein giftiges Gas, das die Sauerstoffaufnahme im Körper behindert.

  • Kohlendioxid (CO₂): Hauptverursacher des Klimawandels – entsteht durch die Verbrennung von Kraftstoffen.

  • Flüchtige organische Verbindungen (VOC): Tragen zur Ozonbildung bei, stammen u. a. aus Benzindämpfen.

Hättest du gewusst, dass der Straßenverkehr an der Berrenrather Straße bei der Feinstaubbelastung nur eine untergeordnete Rolle spielt? Messungen an derselben Stelle zeigen, dass die Verbrennung von Holz in Kaminöfen (Winter/Herbst/Frühling) und Feuerschalen (Sommer) einen deutlich höheren Schadstoffausstoß verursacht.

Straßenverkehr und Holzverbrennung im Vergleich

Ja, an den Messstellen auf der Berrenrather Straße zeigt sich deutlich: Die Verbrennung von Holz in Kaminen, Feuerschalen oder Holzkohlegrills führt zu einer deutlich höheren Feinstaubbelastung als der Straßenverkehr.

Gas- und Ölheizungen tragen dagegen nur wenig zur Luftverschmutzung bei, weil sie deutlich weniger Schadstoffe ausstoßen. Vielen Anwohner*innen ist das nicht bewusst – sie atmen gesundheitsschädliche Luft ein, selbst wenn sie sich abseits der Straße aufhalten.

Einen Vergleich der Schadstoffemissionen von Holz-, Gas- und Ölheizungen findest du auf unserer Hauptseite.

Vergleich Schadstoffausstoß verschiedener Heizsysteme

Wie stark Holzverbrennung die Luft vor Ort belastet, zeigen wir dir auf unserer Hauptseite – übersichtlich und visuell aufbereitet.

Vergleich Holzrauch und Straßenverkehr

Generell hat sich die Luftqualität in Deutschland in den letzten Jahrzehnten spürbar verbessert: – auch dank moderner Filtersysteme in Fahrzeugen, die einen großen Teil der Schadstoffe zurückhalten.

Dennoch gibt es punktuell negative Entwicklungen, zum Beispiel durch die zunehmende Holzverbrennung in Kaminöfen, Pelletheizungen und Feuerschalen, die lokal die Belastung deutlich erhöhen.

Besonders kritisch: Einige Schadstoffe wie Feinstaub wirken laut neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bereits in geringsten Konzentrationen gesundheitsschädlich. Sie können nicht nur die Atemwege reizen, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen und die Lebensqualität langfristig beeinträchtigen. Besonders gefährdet sind Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen.

Unsere Hauptseite bietet dir eine detaillierte Übersicht über Schadstoffe, die bei der Holzverbrennung freigesetzt werden – darunter auch solche, die typischerweise bei der Verbrennung in Autos entstehen.

Schadstoffe und ihre Auswirkungen

Ja, es klingt verrückt aber tatsächlich produzieren auch Fahrräder durch den Gummiabrieb und durch Bremsvorgänge Feinstaub. Zudem wird beim Fahren, vor allem auf trockenen oder schmutzigen Wegen, bereits vorhandener Staub und Dreck aufgewirbelt.

Im Vergleich zum Auto sind die Feinstaubmengen jedoch so gering, sodass das Fahrrad zu den umweltfreundlichsten Fortbewegungsmitteln überhaupt gehört.

Ja, auch Elektroautos tragen durch Feinstaub zur Luftverschmutzung bei – vor allem durch Reifen- und Bremsabrieb sowie das Aufwirbeln von Staub.

Aufgrund ihrer Batterien sind sie oft schwerer als Verbrenner, was den Reifenabrieb zusätzlich erhöht. Sie verursachen jedoch keine Abgase, wodurch die Schadstoffbelastung im Vergleich zu Verbrennungsfahrzeugen deutlich geringer ist.

Jeder kann einen wichtigen Beitrag zu sauberer Luft in unseren Kölner Veedeln leisten. So kannst du aktiv mithelfen:

  • Nutze das Fahrrad oder gehe zu Fuß, wann immer es möglich ist. Das spart nicht nur CO₂, sondern tut auch deiner Gesundheit gut.

  • Verzichte auf das Verbrennen von Holz – sei es im Kaminofen, in Feuerschalen oder beim Grillen. Es gibt mittlerweile umweltfreundliche Gas- und Elektroalternativen.

  • Wechsle auf ein Elektroauto, wenn du ein neues Fahrzeug kaufst. Es ist eine umweltfreundlichere Wahl und trägt langfristig zur Reduzierung der Emissionen bei.

  • Vermeide kurze Autofahrten. Ein kalter Verbrennungsmotor produziert mehr Schadstoffe, weshalb es besser ist, längere Strecken mit dem Auto zu fahren oder auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen.

  • Setze auf eine moderne Wärmepumpe, wenn du deine Heizung erneuerst. Diese ist deutlich effizienter und umweltfreundlicher als Pellet-, Gas- oder Ölheizungen.

  • Erzähle von unserer Aktion – teile die Infos auf unserer Webseite mit Freunden, Bekannten und in der Familie. Gemeinsam können wir mehr erreichen und die Luftqualität in unseren Veedeln nachhaltig verbessern!

Weitere Tipps zur Luftverbesserung findest du auf unserer Hauptseite:

Tipps, was du tun kannst

Fragen & Antworten zur Verkehrszählung

Ziel der Messung ist es, mit belastbaren Daten ein differenziertes Bild der lokalen Luftverschmutzung zu erhalten. In der öffentlichen Wahrnehmung wird schlechte Luft häufig automatisch dem Autoverkehr zugeschrieben – ein sogenannter Wahrnehmungsbias.

Aktuelle Luftmessungen an der Berrenrather Straße zeigen jedoch, dass Holzverbrennung in privaten Haushalten – etwa durch Kaminöfen oder Feuerschalen – deutlich höhere Feinstaubwerte verursacht als der Straßenverkehr.

Um diesen Befund zu untermauern, wird ergänzend eine Verkehrszählung durchgeführt. Sie soll empirisch belegen, dass der Beitrag des Autoverkehrs an der vielbefahrenen Berrenrather Straße heute nur noch eine untergeordnete Rolle bei der Feinstaubbelastung spielt.

Eine offizielle Verkehrsmessung durch die Stadt Köln liegt bereits viele Jahre zurück, sodass aktuell keine verlässlichen Vergleichsdaten existieren – etwa, wie viele Autos es bräuchte, um den Feinstaubausstoß eines einzigen Holzofens zu erreichen.

Die Verkehrszählung erfolgt durch ein Telraam S2 . Das Messgerät wird typischerweise an einem Fenster mit Blick auf die Straße angebracht und erkennt mithilfe von Kamera- und Sensor-Technologie, wie viele Autos, Lkw, Fahrräder und Fußgänger sich auf der Straße bewegen.

Sobald es dunkel wird, kann der Sensor Fahrzeuge und Personen nicht mehr zuverlässig unterscheiden – zum Beispiel, ob es sich um ein Auto, einen LKW, ein Fahrrad oder einen Fußgänger handelt.

Im sogenannten Nachtmodus erkennt das System Bewegungen anhand von Scheinwerfer- oder Lichtquellen und fasst alle erkannten Aktivitäten unter dem Begriff Nachtverkehr zusammen.

Ja, das System entspricht der Allgemeinen Datenschutzverordnung (DSGVO).

Die gesammelten Daten sind zu 100 % anonym (nichts lässt ein Fahrzeug oder eine Person erkennen) und können zu keinem anderen Zweck als der Verkehrszählung verwendet werden.

Nein, bei dem Projekt handelt es sich um ein Citizien Science Projekt der Initiative Luft Köln .

Schreib uns deine Fragen oder dein Feedback an kontakt@luft.koeln oder kontaktiere unsere persönlich über unsere Teamseite .

Unterstützung
Logo GUT & KLIMAF REUNDE

Unser besonderer Dank gilt Marcel Hövelmann von GUT & KLIMA FREUNDE für die freundliche Unterstützung dieses Projekts durch die Bereitstellung der Sensortechnik.